Wer hat den Teppich erfunden?

Teppich erfunden

Eine Geschichte, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen, ist die Erfindung des Teppichs. Eine sehr spannende Geschichte, deren Anfang geheimnisumwittert ist. Die mysteriöse Geschichte sowie die großen Entwicklungen der Teppichs erfahren Sie in unserem neuesten Blogartikel.

Der mysteriöse Anfang

Vor etwa 70 Jahren wurde im asiatischen Altaigebirge den Pazyryk gefunden. Dieser Teppich ist etwa 2500 Jahre alt und damit der älteste Teppich, die je gefunden wurde. Die handgefertigten Teppiche wurden also schon vor 2500 Jahren gemacht, aber wahrscheinlich noch früher. Denn die Darstellungen auf dem Pazyryk sind so detailliert, das es sich kaum um eine erst Probe handeln kann. Es wird deshalb allgemein angenommen, dass es noch ältere Teppiche gegeben hat. 

An erster Stelle praktisch

Der Pazyryk und weitere alten Teppiche wurden von asiatischen Nomaden hergestellt. Deshalb wird die Erfindung des Teppichs diesen Nomaden zugeordnet. Ein weiterer wichtiger Hinweis dafür, dass diese Zuordnung richtig ist, liegt in dem sehr praktischen Gebrauch. Denn die Nomaden verbrachten ihre Tage damit, Nahrung zu sammeln, zu jagen, Zelte aufzubauen und sich vor allem warm zu halten. Zunächst hängte man Tierhäute an die Wände der Zelten oder Hütten, um sich warm zu halten. Später entdeckten sie, dass das Knüpfen und Weben von Wollgarn und Pflanzenfasern zu großen Stoffstücken viel besser funktionierte. So entstanden die ersten Teppiche. Nicht schön, aber sehr praktisch.

Der Teppich als Kunstobjekt

Den Übergang vom Praktischen zur Schönheit fand erst im 16. Jahrhundert statt. Auch dieser viel spätere Zeitpunkt ist einen Grund, weshalb wir heutzutage die Erfindung den asiatischen Nomaden zuordnen. Denn erst im 16. Jahrhundert wurden Teppiche sehr beliebt am persischen Hof. Der war überhaupt der erste Hof, an dem Teppiche verkauft wurden. Grundziel war immer noch die Wärme, am Hof sollte jedoch alles schön sein. So auch die Teppiche. Ab dann gab es auch professionelle Künstler, die besondere Muster für die Teppiche persischer Adligen entworfen. Einige dieser von Profis hergestellten Teppiche kamen über Handelskarawanen nach Europa. Das heißt: Zum ersten Mal gab es Teppiche außerhalb Asiens.

Am Ende des 19. Jahrhunderts wurden die persischen Teppiche auf den Weltausstellungen in Wien und Paris gezeigt. Damit lösten die Orientteppiche einen Boom aus, der zur Gründung der ersten Teppichgeschäfte in Europa führte.

Handgewobener Teppich als Kunstobjekt

Elementare Änderung: Teppich von der Wand zum Boden

Die Teppiche, von denen wir bisher gesprochen haben, waren alle Wandteppiche. Seit ihrer Einführung am persischen Hof wurde das Aussehen der Teppiche immer wichtiger. Auch in Europa, wo die Teppiche nicht mehr wegen ihrer Wärmerückhaltung benutzt wurden, sondern nur als Zeichen der Kunst und Reichtum gesehen wurden. Europäische Adligen kauften die Teppiche dann auch nur, damit Sie mit den teuren Teppichen prahlen konnten. 

Die industrielle Revolution bewirkte eine elementare Änderung in der Art und Weise, wie Europäer die Teppiche sahen. Waren die Teppiche vor der Revolution noch handgefertigte, teure Kunstobjekte, dank der entstehenden Industrie konnten sie viel schneller und billiger hergestellt werden. Nämlich maschinell. Infolgedessen wurden Teppiche von einem außergewöhnlichen Luxusgut zu einem Massenprodukt, das man ansehen und betreten konnte. Seitdem werden sie nicht mehr als Glanzstück an den Wänden gehängt, sondern als Bodenbelag auf den Boden gelegt. Eine elementare Änderung, die es auch heutzutage noch gibt.

Praxisnahe Entwicklung kleinerer Teppiche

Ab dem 19. Jahrhundert sah man Teppiche nicht mehr an der Wand, sondern auf dem Boden. Seitdem haben dank der Maschinen und neue Erfindungen viele weitere Entwicklungen stattgefunden. Und zwar:

  • weg vom Wand zu Wand Teppich
  • von Handwäsche zu maschinenwaschbar
  • neues Zweck: spielen

Weg vom Wand zu Wand Teppich

Zuerst war Bodenteppich nur als Wand zu Wand Teppich erhältlich. Das hat damit zu tun, das er als Teppichboden verwendet wurde. Neben einem Holzboden oder Steinfußboden konnte man auch einen Teppichboden wählen. Dies ist heutzutage auch noch möglich, es hat sich jedoch eine wichtige Änderung durchgesetzt: Teppich als Meterware. Das heißt: Teppich wird nach Metern verkauft. Braucht man also einen Teppich unter dem Esstisch, dann kauft man keinen Wand zu Wand Teppich, sondern etwa 3 Quadratmeter Teppich als Meterware. 

Zuerst wurde Teppich nur auf Rollen von 1,5 Meter verkauft. Die Breite war also immer anderthalb Meter. Erst in den 1950ern erfand der niederländische Teppichhersteller P. J. van Heugten eine kleinere Art: Teppichfliesen von 50 x 50 Zentimetern. Seitdem wurden viele weitere Größen entworfen und produziert. Dadurch hat man heutzutage eine sehr große Auswahl an Teppichbodenarten: Wand zu Wand, Meterware oder Teppichfliesen in unterschiedlichen Abmessungen. 

Dies scheint eine kleine Entwicklung zu sein, ist es aber nicht. Denn diese Sichtweise als Meterware oder sogar Teppichfliesen unterschiedlicher Größen hat die Erfindung vieler weiteren Teppicharten ermöglicht. Darunter die als Spielteppich.

Teppich als Meterware

Von Handwäsche zu maschinenwaschbar

Wichtig ist natürlich auch, dass ein Teppich sauber bleibt. Dazu wurden Teppiche vor vielen Jahrhunderten draußen geklopft, bevor Gäste eintrafen. Eine alternative Methode war die Handwäsche, die jedoch erst im 20. Jahrhundert aufkam. Grund dafür ist, dass die Wand- und Bodenteppiche einfach zu groß waren. Seit der Meterware und der Teppichfliese ist es jedoch möglich, Teppiche auch zu waschen. 

Seit einigen Jahrzehnten gibt es sogar die Möglichkeit, Teppiche in der Waschmaschine zu reinigen. Das ist für jedermann sehr nützlich, aber vor allem für Familien mit Haustieren und/oder kleinen Kindern. Das Merkmal “maschinenwaschbar” ist damit eine weitere praxisnahe Entwicklung der Teppiche.

Neues Zweck: spielen

Zum Thema Kinder: Im Laufe des 20. Jahrhunderts kam noch eine Entwicklung hinzu. Und zwar dank der neuen Sehensweise, dass es für Kinder besser ist, auf Teppichen oder Fliessen zu spielen, als auf einem kalten Stein- oder Holzboden. Somit wurden Teppiche mit einem neuen Zweck entwickelt: zum Spielen.

Wann dies genau passierte, ist unklar. Wir von Carperoo haben jedoch unsere Eltern gefragt und herausgefunden, dass sie schon als Kind Spielteppiche hatten. Also, seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gibt es immer mehr Kinder, die begeistert auf einem speziellen Kinderteppich gespielt haben.

Heutzutage finden Sie Spielteppiche in allen Arten und Größen. Von unifarbigen Spielteppichen, die nur zum Warmhalten der Kleine dienen bis zu den thematischen Spielteppichen wie Bauernhöfer und Straßen. 

Spielteppich Groningen detailliert

Die modernen Spielteppichen von Carperoo

Solche Spielteppiche mit Straßen bietet Ihnen Carperoo. Unsere Straßenteppiche stellen echte Städte da. Wie zum Beispiel Stuttgart oder Frankfurt am Main. Jeder Teppich zeigt eine Stadt. Das heißt, er ist nicht wendbar. Denn wer braucht schon einen wendbaren Straßenteppich, wenn die eigene Stadt dargestellt worden ist? Mit ihren Spielzeugautos rasen die Kinder entlang dem Porsche-Museum zum Flughafen Stuttgart. Oder aber parken ein Spielzeugauto beim Commerzbank-Arena, bevor sie zum Frankfurter Zoo fahren. Die Möglichkeiten sind endlos!

Unsere modernen Spielteppichen bieten somit nicht nur Spaß für die Kinder, sondern auch für die Eltern. Denn Sie und Ihr(e) Partner(in) genießen die vielen Details. So wie die Farben der dargestellten Gebäude, aber auch der abgebildete Dinosaurier beim Frankfurter Naturmuseum oder die Baumreihe der Unter den Linden in Berlin. Außerdem sind unsere Spielteppiche auch sehr praktisch. So sind sie geeignet für Fußbodenheizung, ein echtes Merkmal modernster Kinderteppiche.

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